Rotkreuzkindergarten München

Wir für den Menschen

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25 Kinder – 25 Jahre Rotkreuzkindergarten

München I 27.10.2017

Vor 25 Jahren nahm der Rotkreuzkindergarten seinen Betrieb auf. Seit Oktober 1992 betreut ein Erzieherinnenteam in der Neuhauser Volkartstraße eine Gruppe mit 25 Kindern von Mitarbeitern des Rotkreuzklinikums sowie von „Externen" aus dem Stadtviertel.

Die verzweifelte Suche junger, berufstätiger Eltern nach Kinderbetreuungsplätzen zieht sich vor allem in den Ballungsräumen wie ein roter Faden durch die vergangenen Jahrzehnte. Für einen Zusammenschluss berufstätiger Frauen – wie es die Schwesternschaft München vom BRK e.V. ist – eigentlich nur logisch, sich selber um die Lösung des Problems anzunehmen. Generaloberin Lieselotte Krammer, zunehmend konfrontiert mit jungen Rotkreuzschwestern, die trotz Mutterschaft die Berufstätigkeit nicht aufgeben wollten, wurde aktiv. So konnten auf ihr Betreiben hin in einer der schwesternschaftseigenen Immobilien, in der Volkartstraße 3, unweit des (damals noch so genannten) Rotkreuz-Krankenhauses München Räumlichkeiten für einen Betriebskindergarten eingerichtet werden.

Am 15. Oktober 1992 war es dann so weit: Der Rotkreuzkindergarten nahm mit kirchlichem Segen seinen Betrieb auf. Das erste Erzieherinnenteam bestand aus Christine Heindl (Leitung), Dörte Aksu-Manns und Martina Weber. Zum 1. September 1993 erfolgte die offizielle Anerkennung der Landeshauptstadt München. Das zuständige Referat erteilte die Genehmigung für eine Ganztagsgruppe mit maximal 25 Plätzen mit den Öffnungszeiten von 7 bis 14 Uhr. Die Gebühren für diesen „Ganztagesplatz" betrugen inklusive 10 DM Spielgeld und wöchentlichem Essensgeld von 15 DM insgesamt 145 DM.

Schnell nahm der Kindergarten, der zur Hälfte mit Kindern von Schwesternschaftsmitgliedern und Mitarbeitern des Rotkreuzkrankenhauses und zur anderen Hälfte von sogenannten „Externen" aus dem Stadtviertel besucht wurde, den „Normal-Betrieb" auf. Von Anfang an gehörten die Kinder unterschiedlichen Nationalitäten an. Im Kindergartenjahr 1994/95 hatten rund 30 Prozent der Kinder keine deutsche Staatsbürgerschaft - die Mehrheit ihrer Eltern stammte aus dem ehemaligen Jugoslawien und waren als Pflegefachkräfte im Krankenhaus tätig. Johannes Lochner, OP-Manager am RKM, zählte zu den ersten Elternbeiräten des Kindergartens. Er erinnert sich: „Mein Sohn Simon mochte wie so viele andere Kinder besonders die Besuche im Büro von Generaloberin Krammer im 2. Stock des Hochhauses. Ihr Dackel Trolli war damals für die Kinder allerdings die Hauptattraktion."

Heute wie vor 25 Jahren zählen Ausflüge zum pädagogischen Repertoire. Beliebt waren auch damals der Aktionstag der Polizei auf dem Rotkreuzplatz, Besuche des Nikolaus, die Laternenprozession an St. Martin und andere Jahreszeitenfeste. Lochner konnte der Kindergartengruppe seines Sohnes sogar einmal einen OP-Saal zeigen. An einem patientenfreien Wartungstag durften die Sprösslinge unter seiner fachkundigen Anleitung technische Gerätschaften und Räumlichkeiten bestaunen, die sonst der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

Vieles in der Pädagogik und im Betreuungsteam hat sich seither verändert. Auch die Öffnungszeiten wurden arbeitnehmerfreundlicher ausgeweitet. Seit 2004 werden die Kinder von 7 bis um 16 Uhr betreut. Kurz vor der Vollendung seines 25. Lebensjahres bekam der Kindergarten eine neue Leitung. Mit Birgit Hetmank, einer erfahrenen pädagogischen Fachkraft, ist das Team mit Dorota Koziol und Katharina Ahmad wieder komplett.

Pressekontakt
Sylvia Habl
Rotkreuzplatz 8
80634 München
Tel. 089/1303-1612
Fax 089/1303-1615
sylvia.habl@swmbrk.de